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Das Segelrevier Bretagne:
Die französische Atlantik- und Kanalküste mit Ihren verlässlichen und beständigen Winden ist das Richtige für Segler. Charterbasen in Cherbourg, St. Malo, La Trinité sur Mer, Lorient und Le Crouesty bieten ideale Ausgangsmöglichkeiten für Ihren Törn. Sie können Ihre Törns hier sehr unterschiedlich gestalten: vom Törn der nur wenige Stunden dauert bis zu ausgedehnten Mehrtagesfahrten. Wer mag, fährt bis nach England. Die Küste der Bretagne ist das ursprüngliche Yachtzentrum Frankreichs. Hier finden Sie moderne Marinas mit allem Komfort, aber auch unzählige kleine Fischerhäfen mit malerischen Dörfern. Sogar den alten hölzernen Fischkutter mit dem roten Gaffelsegel finden Sie hier noch - eine Segeltradition ist in der Bretagne lebendig geblieben.
Navigatorisch ist die Bretagne ein anspruchsvolles Revier: Sie sollten mit den Gezeiten und Strömungen navigieren können und ausreichend Erfahrung mitbringen.
Nord-Bretagne:
Von Cherbourg oder St. Malo aus ist es reizvoll, bis nach England zu segeln, doch auch die Kanalinseln Jersey, Guernsey und Alderney bieten ein lohnendes Ziel. Interessant ist es hier, in der Nord-Bretagne, für den Segler besonders, mit Strom und Gezeiten zu rechnen, denn die Strömung erreicht mitunter bis zu 8 Knoten, der Tidenhub kann bis zu 12 m betragen. Viele der Yachthäfen an der französischen Küste sind mit der Charteryacht nur kurz vor bzw. kurz nach Hochwasser erreichbar. Kleinere Häfen fallen bei Niedrigwasser trocken, die größeren Häfen wie z.B. Saint Malo verfügen über Tore um den Wasserstand im Hafen halten zu können. Auch der Schiffsverkehr ist in der nördlichen Bretagne beachtlich: Der Ärmelkanal zählt zu den meistbefahrenen Wasserstraßen Europas und stetiger Fährverkehr verbindet das französische Festland mit Großbritannien.
West-Bretagne:
Ein großer Teil der Küste der West-Bretagne besteht aus Steilküste. Zwischen der Küste und den vorgelagerten Inseln entsteht häufig starke Strömung. Dieses Bild der Bretagne ist nur eine der vielfältigen Landschaften der West-Bretagne. Auch ruhige, sehr geschützte Gewässer finden sich hier, z.B. bei Brest oder Camaret, einem gut geschützten, gezeitenunabhängigen Hafen.
Der Weg in die Süd-Bretagne führt entweder, bei guten Wind-und Stromverhältnissen, östlich der Ile de Sein vorbei, oder ein Untiefengebiet von etwa 20 sm muss westlich umfahren werden.
Süd-Bretagne:
Die Süd-Bretagne ist, bedingt durch den Einfluss des Golfstromes, klimatisch wärmer als die Nord-Bretagne. Die Sommer hier sind mäßig warm und auch im Winter sinken die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt. Mit ihren zahlreichen Inseln, u.a. Belle Ile, und ihren vielen Häfen bietet sie einen abwechslungsreichen Törnverlauf. Sowohl große, gezeitenunabhängige Marinas, wie z.B. Lorient, als auch kleinere Fischerhäfen mit bretonischer Atmosphäre bieten gute Liegemöglichkeiten. Auch hier, in der südlichen Bretagne, setzt man seine Kenntnisse der Gezeitennavigation in die Praxis um. Der Tidenhub fällt mit bis zu 5 m aber deutlich geringer aus als in der Nord-Bretagne.
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