Hausboot chartern für eine Bootstour auf der Canal du Nivernais
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Reisebericht: Bootstour auf dem Canal du Nivernais

Mit dem Motorboot von Joigny nach Châtel-Censoir und zurück

Samstag - Ankommen und das Motorboot kennenlernen

Nach unserer Ankunft in Joigny (im Burgund an der Yonne) erfolgte die Einweisung auf der Linssen Grand Sturdy 34.9 "Chablis" aus der Locaboat-Flotte. Dabei konnte endlich zum ersten Mal mit diesem Motorboot abgelegt werden, dann fuhren wir unter der Brücke von Joigny durch, drehten das Schiff und legten wieder am Steg an.

Anschließend wurden im Büro die Formalitäten wie Kautionshinterlegung, Inklusivpauschale... geklärt. Anhand des Gewässerführers erhielten wir eine detaillierte Beschreibung der Strecke über Yonne und Canal du Nivernais, Erklärungen zu hübschen Liegeplätzen und Sehenswürdigkeiten und zu den Besonderheiten beim Schleusen. In dem Ordner, den wir mit aufs Boot nehmen konnten, waren alle diese Hinweise für die verschiedenen Routen noch einmal enthalten, ebenso die Bedienzeiten und Telefonnummern der einzelnen Schleusen.

Nicht weit von der Basis in Joigny entfernt gab es auch mehrere Supermärkte, so dass wir hier den ersten Einkauf erledigen konnten. In der Zwischenzeit hatte die Crew bereits den Inhalt unserer Reisetaschen in den vielen Staufächern an Bord verpackt. Nachdem dann auch der Einkauf verstaut worden war, konnten wir das Auto auf dem zuvor gebuchten Parkplatz des umzäunten Geländes der Charterstation parken.

Dann war Zeit für einen kleinen Rundgang durch Joigny, einen gemütliches Abendessen an Bord und natürlich ein gutes Glas Chablis dazu.

Am nächsten Morgen wollten wir unserer Bootstour über die Yonne nach Auxerre beginnen, dann sollte es über den Canal du Nivernais weitergehen.

Hausboote in Joigny an der Yonne

Sonntag - von Joigny nach Auxerre

Morgens, nach dem Frühstück an Bord mit frischem Baguette und Croissants, legten wir bei herrlich sonnigem Wetter ab. Unter der Brücke von Joigny hindurch fuhren wir gegen die leichte Strömung der Yonne über den recht breiten Fluss bis zur ersten Yonne-Schleuse. Nachdem wir diese und die nächste Schleuse ohne Mühe passiert hatten, denn die Schleusen auf der Yonne waren 92 Meter lang und 8 Meter breit, automatisch und von einem Schleusenwärter bedient, erreichten wir bei Migennes (PK 23) den Abzweig zum Canal de Bourgogne. Doch für uns ging es weiter die Yonne hinauf. Hinter Bassou, etwa bei PK 15, fuhren wir über ein Kanalstück, die Abkürzung zur sich an der Seite entlangwindenden Yonne, auf dem die Geschwindigkeit auf 6 km/h, statt der sonst üblichen 10 km/h auf der Yonne, begrenzt war, und am späten Nachmittag erreichten wir Auxerre.

Reisebericht - Bootsurlaub auf dem Canal du Nivernais und der Yonne

Wir machten direkt an der Altstadt fest und reservierten uns einen Tisch für den Abend in einem der netten Restaurants direkt am Ufer der Yonne. Hier konnten wir dann beim Abendessen die untergehende Sonne beobachten.

Bei einem Rundgang durch das abendliche Auxerre genossen wir die herrliche Stimmung, die beleuchtete Fassade der Kathedrale, die alten Fachwerkhäuser...

Reisebericht - Bootsurlaub auf dem Canal du Nivernais und der Yonne

Montag - von Auxerre zum Liegeplatz in der Natur

Ein Stückchen die Gasse hinauf, schon gab es einen Bäcker, bei dem wir uns für das Frühstück mit Croissants und für unterwegs mit Baguette versorgten. Nach dem Frühstück bummelten wir - nun bei Tageslicht - durch Auxerre, besichtigten die Kathedrale St. Etienne, bummelten zum Uhrenturm und über die Einkaufsstraße und kamen schließlich wieder an unserem Liegeplatz, direkt am Place St. Nicolas, mit der Statue des Heiligen der Flussschiffer steht, an.

Einmal über die Fußgängerbrücke zur Capitainerie und von dort aus wenige Schritte geradeaus konnten wir in dem großen Supermarkt noch einmal unsere Bordvorräte aufstocken, denn wir wollten die nächste Nacht außerhalb der Ortschaften verbringen. Auch Wasser tankten wir noch einmal nach, dann legten wir ab.

 

 

Auxerre an der Yonne - Bummel durch die Altstadt

Stromaufwärts, hinter Auxerre, passierten wir die erste Schleuse - wie schon auf der Yonne, schleusten wir auch hier aufwärts. Das Gebäude im Hintergrund der Schleuse war ein ehemaliges Wasserhebewerk - eine Pumpstation für die Trinkwasserversorgung von Auxerre.

Ab hier begann nun der Canal du Nivernais: Die Schleusen waren kleiner, nur noch 38,50 Meter lang und 5,05 Meter breit, von einem Schleusenwärter handbetrieben (der sich über Mithilfe beim Kurbeln sehr freut), die Brücken niedriger (so dass vor jeder Brücke das Bimini-Top heruntergeklappt werden musste) und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 8 km/h.

Nachdem wir die Schleuse von Augy passiert hatten, folgte ein betonnter Gewässerabschnitt. Hier war auf dem Kanal ein Bereich für Wasserskiläufer abgetrennt, deren Aktivitäten wir bei Vorbeifahrt zuschauten. Wir fuhren weiter über den Canal du Nivernais. Zwischendurch vereinigten sich Yonne und Kanal, dann floss die Yonne wieder neben dem Kanal her.

Schleuse auf dem Canal du Nivernais

Stromaufwärts, hinter Vincelles, wollten wir einen Liegeplatz für die Nacht ansteuern. Etwa bei PK 157 legten wir dann am Kanalufer an, packten Nägel und Hammer aus und schlugen die Nägel ins Ufer, um unsere Leinen daran zu befestigen. Dann kühlten wir uns in der hinter dem Kanal vorbeifließenden Yonne ab und erkundeten die ehemalige Schleuse, die hier gewesen war.

Natürlich kochten wir abends an Bord, saßen gemütlich im Cockpit und sahen der untergehenden Sonne zu, bis es schließlich ganz dunkel war. Ohne das Streulicht umliegender Orte konnten wir den Sternenhimmel besonders gut anschauen - und ein Foto vom Kometen gelang hier auch.

nur im Reisebericht 2020: Komet "Neowise" über dem Canal du Nivernais

Dienstag - vom Naturliegeplatz nach Châtel-Censoir

Am nächsten Morgen fuhren wir in Ruhe weiter. Vorbei am Abzweig nach Vermenton führte der Kanal leicht gewunden und mit einigen Schleusen nach Mailly-la-Ville, wo wir am Liegeplatz vor dem Ort eine Mittagspause machten (kleiner Supermarkt im Ort, in dem es auch Eis gab, und Badestelle am Ortsausgang PK 146). Bei Mailly-le-Château machte der Kanal eine enge Kurve und führte kurze Zeit später an den imposanten Felsen, den Rochers de Saussois, vorbei.

Hier legten wir eine Pause ein, um auf die Felsen zu steigen und die Aussicht über den Canal du Nivernais zu genießen. Es war eine ordentliche Kletterei, um nach oben zu gelangen. Doch wem der direkte Weg zu steil ist, der kann rechts oder links, am Ende der Felsen, den Fahrweg hinaufgehen.

Nun war es nicht mehr weit bis Châtel-Censoir, wo wir von einem freundlichen Hafenmeister empfangen wurden, der für uns nicht nur einen Liegeplatz unterhalb des auf dem Berg gelegenen Städtchens hatte, sondern der auch Baguette für uns vorbestellte und einen Tisch im Restaurant für uns reservierte. Ein kleines Sanitärgebäude war ebenfalls im Hafen vorhanden.

Auf dem Weg zum Restaurant kamen wir noch an einem ehemaligen Waschhaus vorbei, genossen das Abendessen dort und verbrachten einen gemütlichen Abend an Bord.

spektakuläre Felswände bei Merry-sur-Yonne

Mittwoch - von Châtel-Censoir nach Vermenton

Da wir eine Hin- und Rückfahrt machten, war Châtel-Censoir der Ort, an dem wir die Rückfahrt beginnen mussten. Doch zuvor stiegen wir die lange Treppe zum Ort hinauf, holten unser Baguette im Lebensmittelladen ab und sahen uns Ort und Kirche an.

Nach dem Frühstück fuhren wir los. Das Schleusen war nun zur Routine geworden und jetzt, beim Abwärtsschleusen sowieso problemlos. Wir genossen noch einmal den Blick auf die Rochers du Saussois und legten zur Mittagspause in Mailly-le-Château an. Hier, in der Nähe des Anlegers, führt eine der ältesten noch erhaltenen Brücken (aus dem 16. Jhd.) über die Yonne. Bei Baguette mit dem leckeren Käse der Region, Pastete und Rillette stärkten wir uns, dann fuhren wir weiter.

Bei PK 154 bogen wir in den kleinen Seitenkanal ein und erreichten nach dem Passieren von 2 niedlichen Schleusen das Städtchen Vermenton.

Vor dem Abendessen an Bord schauten wir uns das Waschhaus, die Kirche und den Turm an und sahen dann der untergehenden Sonne zu.

Älteste Brücke über die Yonne in Mailly-le-Chateau

Donnerstag - von Vermenton über Bailly nach Auxerre

Nun führte unsere Tour an Vincelles und Vincelottes vorbei zum Liegeplatz von Bailly, wo wir unsere Mittagspause verbrachten. Nach der Mittagspause besichtigten wir die Keller (Cave) der dortigen Cooperative Bailly-Lapierre, die sich etwa 4 ha in den Felsen hineinziehen, und wo der "Crémant de Bourgogne" aus den Trauben der darüberliegenden Weinberge hergestellt wird.

Führung durch die Keller von Bailly

Es war angenehm kühl, etwa 12°C, in den Kellern, wo wir bei einer Führung etwas über den Abbau der Steine im Felsbruch, den anschließenden Champignonanbau dort und schließlich über die Entstehung des Crémant erfuhren.

Es war beeindruckend, die vielen Flaschen, deren Gärprozess noch nicht abgeschlossen war, und die dort gelagert wurden oder die während unserer Führung gewendet wurden, zu sehen - nicht ohne anschließend auch vom Crémant zu probieren und etwas mitzunehmen.

Nachdem wir die Kisten an Bord verstaut hatten, fuhren wir weiter nach Auxerre und legten wieder vor der Altstadt an.

Cremant de Bourgogne - im Weinkeller - ein ehemaliger Steinbruch bei Bailly

Freitag - von Auxerre nach Joigny

Nach den kleinen, handbetriebenen Schleusen des Canal du Nivernais schienen die großen Schleusen der Yonne noch größer als auf dem Hinweg zu sein. Wir fuhren vorbei an Monéteau bis Gurgy, wo wir unsere Mittagspause verbrachten.

An dem kleinen Liegeplatz, an dem gelegentlich auch Wein und Käse verkauft wird, gingen wir in der Yonne schwimmen, bevor wir nach Joigny weiterfuhren. Dort machten wir im Hafen fest und ließen den Törn in der Abendsonne sitzend an Bord ausklingen.

Mittagspause in Gurgy am Canal du Nivernais

Samstag - Check out und Abschied

Der Check-out sollte zwischen acht und neun Uhr sein. Wir räumten also unser Gepäck von Bord, die gefahrenen Motorstunden wurden überprüft - es waren 33 - und wir erhielten unsere verminderte Kaution zurück. Da wir die Inklusivpauschale gebucht hatten, wurden die Motorstunden nicht separat abgerechnet, die Endreinigung, ein Fahrrad und der Rückkauf der Kaution mit verminderter Restkaution gehörte ebenfalls dazu.

Die Bootstour mit dem Motoryacht "Linssen Grand Sturdy 34.9" führte über Yonne und Canal du Nivernais durch die Region Burgund.

Reisebericht: Bootstour auf dem Canal du Nivernais - Karte mit den besuchten Orten

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